Lesung und Diskussion mit dem Fritz Bauer Biografen Dr. Ronen Steinke

„Das A und O unserer Prozesse lautet: Du musst Nein sagen" Fritz Bauer. Der mutige Jurist,

der die Deutschen mit Auschwitz konfrontierte.“

 

Ronen Steinke wird am Donnerstag, dem 12. Dezember 2019, einen Vortrag zur Biografie von Herrn Fritz Bauer auf der Grundlage seines Werks halten und dabei auch Bezüge zum Nationalsozialismus und nationalsozialistischen (Un-)Recht herstellen. Er wird dabei in dialogischer Weise von Prof. Ambos als Moderator der Veranstaltung befragt.

Die Veranstaltung findet um 19:00 Uhr im ZHG102 statt.

Dr. Ronen Steinke ist Redakteur für Rechtsstaatsthemen bei der Süddeutschen Zeitung.

 

Gastvorträge in der Vorlesung Völkerstrafrecht

Am Mittwoch, den 18.12.2019, wird Dr Ambach (Chief, Victims Participation and Reparations Section, IStGH) während der Vorlesung Völkerstrafrecht ein Vortrag auf Englisch zum Thema "Die Praxis an den internationalen Strafgerichten - Strukturen, Arbeitsweisen, Reformen" halten. Die Veranstaltung wird im VG 4.101 stattfinden.

Am Mittwoch, den 5.2.20 wird Herr Christian Ritscher, Leiter der War Crimes Unit S4, Generalbundesanwalt während der Vorlesung Völkerstrafrecht ein Vortrag auf Deutsch halten. Die Veranstaltung wird im ZHG 006 stattfinden.

Nationalsozialistisches Strafrecht auch auf Englisch und Spanisch

Das Buch 

Nationalsozialistisches Strafrecht

Kontinuität und Radikalisierung


2019, Rund 160 S., Broschiert,

ISBN 978-3-8487-5631-5

Online bestellen im Nomos-Shop

 

gibt es jetzt auch auf Englisch und Spanisch geben.

Seite des Nomos-Verlags.

Seite von Hart Publishing.

Seminar im WiSe 2019/2020 "Waffen und Waffensysteme im (Humanitären) Völker(straf)recht"

Dieses Seminar nimmt die Waffe in den Fokus und bewertet sie aus Sicht des (Humanitären) Völker(straf)rechts sowie nationalen Rechts. Gegenstand der Arbeiten können Massenvernichtungswaffen, konventionelle Waffen oder sogar Anti-Satellitenwaffen sein. Auch autonome Waffensysteme sind angesprochen (betrifft Systeme in allen Operationssphären: Luft, Boden, im und unter Wasser, Weltraum und Cyberspace). Kandidaten/Kandidatinnen dürfen auch Ihrer Phantasie freien Lauf lassen: Welche Waffen könnten in Zukunft eingesetzt werden, die heute gänzlich unbekannt sind? Es können sogar hypothetische Überlegungen auf der Grundlage des Sci-Fi Genres gezogen werden. Inhaltlich können die Arbeiten den Fokus auf Waffendefinitionen, Waffenregulierung und die Pönalisierung des Besitzes und Einsatzes von Waffen legen. Methodisch darf es sich um empirische, strafrechtstheoretische, historische aber auch rechtsvergleichende Analysen handeln. Ein Bezug zum nationalen Recht ist willkommen.

Eine Vorbesprechung findet statt am Montag, 15. Juli 2019 um 17:00 Uhr s.t. im Seminarraum links in der Strafrechtsbibliothek im 4. Stock des Blauen Turms.

Nähere Informationen zum Seminar finden Sie hier: Seminarankündigung

 

Auszeichnung für Engagement im kolumbianischen Friedensprozess

Prof. Dr. Kai Ambos von der Universität Göttingen erhält Carlos-Lemos-Simmonds-Orden

(pug) Der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Kai Ambos von der Universität Göttingen gehört zu den diesjährigen Preisträgern des kolumbianischen Carlos-Lemos-Simmonds-Ordens. Die Kolumbianische Pressegesellschaft und die Deutsche Botschaft in Bogotá zeichnen ihn damit für sein Engagement im kolumbianischen Friedensprozess aus. Ambos ist einer der internationalen Berater der Sondergerichtsbarkeit für den Frieden in Kolumbien. Der Preis wird  für besondere Verdienste um Transparenz, Demokratie, deutsch-kolumbianische Freundschaft und gesellschaftliche Entwicklung verliehen.

„Diese Ehrung gilt denen, die sich für Transparenz in Unternehmen, in Stadtverwaltungen und im Sicherheitswesen einsetzen, jeder auf seinem jeweiligen Gebiet“, sagte der deutsche Botschafter in Bogotá, Peter Ptassek, im Rahmen der feierlichen Zeremonie im Boyacá-Salon des kolumbianischen Kongresses am 17. September.„Danke für Ihr Engagement zur Verbesserung dieses Landes. Sie sind die Helden dieses Augenblicks.“

„Nach fast 30 Jahren Arbeit in und zu Kolumbien freut mich diese Ehrung sehr“, erklärte Ambos. „Ich empfinde sie auch als Bestätigung für mein Bemühen um die Zusammenarbeit auf dem Gebiet von Forschung und Lehre, nicht zuletzt auch mit Blick auf die Errichtung des deutsch-kolumbianischen Friedensinstituts, an dem auch die Universität Göttingen maßgeblich beteiligt ist.“

Ambos war im Dezember 2017 zum Berater des Sondergerichts für den Frieden in Kolumbien gewählt worden. Das Sondergericht ist Bestandteil des Friedensvertrags zwischen der Guerillagruppe FARC-EP und der kolumbianischen Regierung vom November 2016. Er leitet die Forschungsstelle für lateinamerikanisches Straf- und Strafprozessrecht (CEDPAL) an der Universität Göttingen, die auch eine der Partnereinrichtungen des kürzlich eröffneten Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts (Instituto CAPAZ) ist. Weitere Informationen sind im Internet unter http://cedpal.uni-goettingen.deund www.page.instituto-capaz.orgzu finden.

 

Kontakt:

Forschungsstelle für lateinamerikanisches Straf- und Strafprozessrecht (CEDPAL)

Georg-August-Universität Göttingen – Juristische Fakultät

Platz der Göttinger Sieben 5, 37073 Göttingen, Telefon (0551) 39-7834

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Internet: http://cedpal.uni-goettingen.de

Law Clinic Strafprozess ab SoSe 2018

Law Clinic Strafprozess

 

Ab dem Sommersemester 2019 veranstaltet Prof. Stefan König (Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht) zusammen mit Prof. Dr. Dr. h.c. Kai Ambos (Richter an den Kosovo Sonderkammern) und Dr. Torben Asmus (Oberstaatsanwalt) wieder die „Law Clinic Strafprozess“.

Die Law Clinic wird die praktische Seite der Ausbildung im Strafprozessrecht beleuchten, vor allem durch die Einbindung von Strafverteidigern der Region in Form von Praktika und Modulen, eingebettet in die Vertiefungsveranstaltung Strafprozessrecht (Sommersemester) und eine Seminarveranstaltung (Wintersemester). Die Praktika sollen in den dazwischenliegenden Semesterferien stattfinden. Die gesamte Veranstaltung soll also ca. 10 Monate dauern. U.a. können Schlüsselqualifikationen, Praktikums- und Seminarscheine erworben werden.

Weitere Informationen finden Sie unter Lehre - Law Clinic Strafprozess

Facebook:

@LawClinicStrafprozessUniGoe

Kontakt:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Aufbau des Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts

Herr RiLG Prof. Ambos hat als Mitglied eines Konsortiums der Uni Göttingen, Giessen, FU Berlin und des Hessischen Instituts für Friedens- und Konfliktforschung den Zuschlag zu der von der Bundesregierung betriebenen Errichtung des Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts (DKFI, Instituto Colombo Alemán para la Paz, ICAP) in Bogota, Kolumbien erhalten. Das Projekt wird seitens der juristischen Fakultät maßgeblich von der Forschungstelle für lateinamerikanisches Straf- und Strafprozessrecht (CEDPAL) und dem Institut für Landwirtschaftsrecht  (Prof. Martínez) unterstützt. Es wird vom DAAD aus Mitteln des AA für eine Dauer von 10 Jahren mit jährlich € 400.000 gefördert. Nähere Infos erhalten Sie auf der Website der Georg-August-Universität Göttingen.

Lecture Series "Anglo-American Criminal Law and Justice"

Führende Strafrechtslehrer aus England (später auch USA/Kanada) beleuchten Konzepte und Grundlagen des anglo-amerikanischen Straf- und Strafprozessrechts

Hier gelangen Sie zur Vortragsreihe

Neue Veröffentlichungen & Interviews

Core Concepts in Criminal Law and Criminal Justice

Core Concepts in Criminal Law and Criminal Justice

Volume 1: Anglo-German Dialogues


Voraussichtliche Verfügbarkeit November 2019

ISBN 9781108483391

Online vorbestellen im Cambridge University Press Shop

 

Aktuelle und grundsätzliche Fragen des Wirtschaftstrafrechts

Aktuelle und grundsätzliche Fragen des Wirtschaftsstrafrechts / Questions actuelles et fondamentales du droit pénal des affires

6. Deutsch-Französische Strafrechtstagung / 6ᵉ rencontre du droit pénal franco-allemand


Beiträge zum Internationalen und Europäischen Strafrecht Band 39, 2019, 209 S.

ISBN 978-3-428-15714-3

Online bestellen im Duncker-Humblot-Shop

Auch als E-Book verfügbar.

 

Nationalsozialistisches Strafrecht

 

Nationalsozialistisches Strafrecht

Kontinuität und Radikalisierung


2019, Rund 160 S., Broschiert,

ISBN 978-3-8487-5631-5

Online bestellen im Nomos-Shop

Einige Rezensionen: 

„alles … ungeheuer spannend …  viel neues Material …  In der Sache stimme ich … durchgehend zu, insbesondere auch bei der Behandlung des Neukantianismus.“
Prof. (em.). Dr. Dr. h.c. mult. Claus Roxin, München

großartiges Buch ….  Materialreichtum und Sicherheit der Beurteilungen beeindruckend“
Prof. (em.) Dr. Dr. h.c. mult. Günther Jakobs, Bonn

»Eine höchst beeindruckende Leistung, die sowohl ungewöhnlich tiefe Einblicke in das nationalsozialistische (Un-)Rechtsdenken eröffnet als auch ungemein breite Vertrautheit mit der lateinamerikanischen Strafrechtsdoktrin erkennen lässt.«
Prof. (em.) Dr. Dr. h.c. mult. Albin Eser, M.C.J., Freiburg i. Br.

"... ein gehaltvolles Buch, das für die Bestimmung des Gegenstandes der modernen Strafrechtswissenschaft wichtig ist, jedenfalls werden sollte. Die vorherrschende Meinung und die übliche Arbeitsweise im Strafrecht wird Mühe haben, die Themen aufzunehmen, die hier mit Klarheit ausformuliert wird. … höchst informative Auseinandersetzung mit Zaffaronis Ansichten und dabei ohne jeden vorwurfsvollen Ton ..."
Prof. (em.) Dr. Wolfgang Naucke, Frankfurt am Main

„ein gelungenes Werk, von dem ich sehr profitiert habe“
Prof. (em.) Dr. Dr. h.c. Franz Streng, Uni Erlangen Nürnberg 

„Beeindruckend… Ein solches Buch zu dieser Zeit empfinde ich als Glücksfall. Entschieden wird der Gegenwartsbezug herausgestellt. Damit wird gleichermaßen entschieden Tendenzen entgegengetreten, das Thema der Strafrechtsgeschichte zu überantworten. Dem Materialreichtum der Schrift wird sich niemand entziehen können.“
Prof. (em.) Dr. Klaus Marxen, Berlin

"Die überaus materialreiche Schrift öffnet die Augen für die Kontinuität des Strafrechts in den Jahren vor, während und nach dem Ende des Nationalsozialismus. Sie zeigt zugleich die – durchaus aktuellen – Gefahren, die von einer Ent-Rationalisierung des Strafrechts und von dem Postulat einer vagen Gemeinschaftsethik als dessen vermeintlicher Grundlage ausgehen."
Prof. (em.) Dr. Thomas Weigend, Köln

„Kai Ambos hat mit seiner mutigen Veröffentlichung alles richtig gemacht – gerade in einer Zeit, in der in vielen europäischen Ländern Rechtspopulisten an die Macht kommen und sich auch das Strafrecht vorknöpfen. Fast überschwänglich fällt daher auch das Lob von namhaften Strafrechtsprofessoren wie unter anderem Claus Roxin, Günther Jakobs, Albin Eser und Wolfgang Naucke aus."
Hasso Suliak, Redakteur bei Legal Tribune Online, die ganze Rezension hier.

"Das vorliegende Buch von Ambos ist beeindruckend. Nicht nur die bereits erwähnte akribische Recherche zum nationalsozialistischen Strafrecht sowie die an den Tag gelegte umfassende Belesenheit des Autors sind positiv hervorzuheben, sondern besonderen Respekt verdient auch die Darstellung insgesamt, die augenscheinlich macht, wie überwunden scheinende Tendenzen einer längst vergangenen Zeit heute nur allzu gegenwärtig sind."
Alois Birklbauer, JSt 2019, S. 290
 
"Kai Ambos’ Studie macht bewusst, welches Personal diese Disziplin in der frühen Bundesrepublik geprägt hat und hier und da bis heute prägt."
Ronen Steinke, SZ vom 11.06.19, S. 13
 
 
„die Ausführungen sind pointiert und werden durch einen umfassenden Fußnotenapparat belegt. Zahlreiche gut gewählte Zitate geben einen Eindruck von der Ideologisierung des Strafrechts im Nationalsozialismus.... Ambos ist eine überzeugende, inhaltlich dichte Abhandlung auf breiter Literaturbasis gelungen... Nicht zuletzt werden nationalsozialistisch geprägte Gedankenmuster zahlreicher Strafrechtswissenschaftler in Erinnerung gerufen."
Vormbaum, GA 2019, 579
 
„Die Untersuchung von Kai Ambos ... liest sich ... als ein Gewinn für die aktuellen politischen Auseinandersetzungen mit den erstarkenden politisch rechten Bewegungen und den damit einhergehenden rassistischen und menschenfeindlichen Angriffen auf Demokratie und Rechtsstaat. [...] eine nicht hoch genug zu schätzende und unverzichtbare Grundlage, [...] für die weitere wissenschaftliche Beschäftigung mit dem NS-Strafrecht [...]. Die[se] bis heute vorhandene verhängnisvolle Kontinuität zu durchbrechen – auch für diese fast schon utopisch anmutende Zielstellung leistet das Buch von Kai Ambos einen wertvollen Beitrag." Arnold, StV 2019, 791
 
"Kai Ambos’ Buch »Nationalsozialistisches Strafrecht« ist eine Mahnung, sich bestimmter Kontinuitäten und der realen Gefährdungen von Rechtsstaat und Demokratie bewusst zu werden und die dafür vorhandenen gesellschaftlichen – auch systemischen – Ursachen zu hinterfragen und zu verändern." Arnold, Junge Welt vom 26.10.2019
 
 
Es sind auch längere englisch- und spanischsprachige Versionen dieses Buches verfügbar.

Interests of Justice? - Kai Ambos im EJIL Talk!-Blog, 11.06.2019
Colombia - Kai Ambos und Susann Aboueldahab im EJIL Talk!-Blog, 02.04.2019
UN-Sondergerichte in Syrien - Kai Ambos im Interview mit dem BR, 19.02.2019

Kai Ambos spricht mit dem Bayrischen Rundfunk über die Idee der Kurden, in Syrien ein UN-Sondergericht für die mutmaßlichen IS-Straftäter einzurichten.

 

Klicken Sie hier, um das Interview anzuhören:

Download

IS-Kämpfer nach Europa - Kai Ambos im Interview mit dem Deutschlandfunk, 19.02.2019