Strafrecht und -gesetzgebung müssen dem technischen Fortschritt und den hiermit verbundenen Fehlentwicklungen gerecht werden, etwa durch Schaffung bzw. Erweiterung entsprechender Vorschriften (bspw. 57. StrÄndG v. 3.3.2020 zum sog. Cybergrooming). Des Weiteren prägt die zunehmende Internationalisierung des Strafrechts viele aktuelle Diskurse. Bei alldem haben die mit den Grundlagen des Strafrechts verbundenen Fragen keineswegs an Bedeutung verloren, sondern werden zum Teil unter aktueller Perspektive sogar erneuert, so etwa die Frage nach menschlicher Schuld durch Erkenntnisse der Hirnforschung oder diejenige nach sachgerechter Systembildung durch die sich vollziehende Internationalisierung. Insoweit verlängert sich gewissermaßen die Historie der betroffenen dogmatischen Strukturen. Im Rahmen des Seminars sollen die Grundlagen des Strafrechts unter Einschluss der dogmengeschichtlichen Seite in den Blick genommen werden.


Themenbeispiele sind:

- Künstliche Intelligenz und Strafrecht
- Welchen Sinn und Zweck hat Strafe?
- Wozu dient Strafrecht?
- Funktionen und Potenziale des (strafrechtlichen) Handlungsbegriff
- Tatbestandsbegriff(e), Rechtswidrigkeit und Unrecht
- Das Gesetzlichkeitsprinzip - Entstehungsgeschichte, Inhalt, Grund und Grenzen

 

Es handelt sich hierbei um eine Blockveranstaltung am Ende der Vorlesungszeit.